Stimmen aus der Crew: Wolfgangs großer Traum

Durch ein Buch aus der Stadtbücherei hat damals meine Mutter bei mir das Interesse am Segeln geweckt. Wie alt war ich da? Keine Ahnung, in der Grundschule irgendwann. Aber fernab von jedem besegelbaren Wässerchen und in einer Familie aus echten Landratten sollte das erstmal nur ein Traum bleiben. Als Jugendlicher habe ich schließlich das Jollensegeln erlernt, aber eine große Reise auf den sieben Weltmeeren lag immer noch in weiter Ferne. Doch dann trifft man kaum angekommen in Kiel als Erstsemester auf den ASV. Was für eine Wendung! Es dauerte nicht lange, bis Pläne geschmiedet wurden in einer unglaublichen Aktion die Welt zu umsegeln: Das World Odyssey Race. Wer hätte sich das als kleiner Junge wohl träumen lassen? Aber genauso schnell wie der Traum greifbar zu werden erschien, platzte er auch wieder. Als uns während einer Slipparty diese Nachricht erreichte, fielen viele junge ASVer erstmal in ein tiefes Loch. Der einzige Ausweg daraus war schnell ersichtlich, die Teilnahme an der Tall-Ships-Regatta 2017 nach Kanada.

In der Vergangenheit hat der ASV bereits viele gute Erfahrungen mit den Regatten der STI Sailtraining International gesammelt. Zuletzt 2009 und 1984 schon einmal bis nach Quebec City. In dem Reiseheft von 2009 heißt es: „Was macht unsere Reise so besonders […]? Eigentlich nichts. Aber für uns […] ist es eben ‚unsere‘ Reise.“ Man mag daraus lesen, dass für den ASV eine große Reise wie diese beinahe schon zum regelmäßigen Vergnügen geworden ist. Für manch einen Mitsegler bedeutet sie nach all dem Auf und Ab die Erfüllung eines großen Traums. Das steckt schließlich auch schon in unserem Namen „Peter goes tall“.

Die Organisation einer solchen Vereinsreise birgt viele interessanten Erfahrungen. Umso mehr freue ich mich nächstes Jahr zwischen Ab- und Anleger in Kiel fünf Monate auf dem Peter verbringen zu dürfen. Euer Wolfgang

One thought on “Stimmen aus der Crew: Wolfgangs großer Traum”

  1. Hallo lieber Wolfgang, ich wünsche Dir und der gesamten Crew einen guten Törn und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel 🙂 Sagt man das so? Egal- auf der Strecke gibt es genug Wasser. Viele Grüße von Barbara

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